Seit meiner Kindheit liebe ich Pilze und bin seit langem auch Programmierer. Aus der Kombination dieser beiden Hobbys ist diese Website entstanden. Zuvor hatte ich zwei andere Pilzbestimmungsseiten, die ich verkauft habe. Ziel der aktuellen Website ist es, eine benutzerfreundliche Such- und Bestimmungsplattform zu schaffen, die sowohl im Wald als auch zu Hause gut funktioniert. Ich hoffe, sie bereitet vielen Menschen Freude.
Bartha László
Arten-Lernkarten
Österreichischer Kelchbecherling
Sarcoscypha austriaca
- Lebensraum: Laubwald
- Fruchtzeit: Februar – April
- Hut: Becher wellig haarig
- Stiel: zylindrisch wurzelnd
- Fruchtschicht: glatt
Beschreibung
Fruchtkörper: 1–3(5) cm breit, gestielt, jung ein regelmäßiger runder Becher, später oval oder nierenförmig. Der Rand ist wellig und leicht eingebogen. Außen ockerlich, rosig bis blassrötlich, mit kurzen schmutzigweißen Flocken und Haaren; innen leuchtend zinnober- bis scharlachrot, glatt und glänzend.
Fruchtschicht: Befindet sich auf der inneren, leuchtend roten, glatten und glänzenden Seite des Bechers.
Stiel: 0,5–3 cm lang, weißlich, fein haarig bis flockig und manchmal wurzelnd. Bei manchen Fruchtkörpern kurz oder fast fehlend.
Fleisch: Dünn, brüchig, wachsartig und weiß. Geruch und Geschmack unauffällig.
Sporen: Sporenpulver weiß; Sporen 26–40 × 12–15 µm, elliptisch bis zylindrisch-elliptisch, glatt und hyalin, an den Enden leicht eingedellt und mit mehreren kleinen Öltropfen.
Vorkommen: Saprotrophe Art auf am Boden liegenden, feucht vermodernden Laubholzästen und Holzresten. Vor allem auf toten Zweigen von Erle, Weide, Ahorn und Robinie; von Februar bis April, in Ungarn nicht selten.
Speisewert: Essbar, aber wegen des dünnen Fleisches und des unauffälligen Geschmacks von geringem Speisewert.
Verwechslung: Ähnelt dem Scharlachroten Kelchbecherling und dem Linden-Kelchbecherling. Eine sichere Trennung erfordert die mikroskopische Untersuchung der Außenhaare und Sporenenden.
Bemerkung: Sarcoscypha setzt sich aus griechisch 'szarx' für Fleisch und 'szküphosz' für tiefen Trinkbecher oder Kelch zusammen; der Name verweist auf die fleischig rote Farbe und die Becherform. Austriaca ist ein geographisches Epitheton, da das Typusmaterial in Niederösterreich nahe Wien gesammelt und erstmals beschrieben wurde.
Artbeschreibung: Jean Louis Émile Boudier veröffentlichte den heutigen Namen 1907 auf Grundlage von Günther Beck von Mannagetta und Pier Andrea Saccardo.
Systematik
- KlassePezizomycetes
- OrdnungPezizales
- FamilieSarcoscyphaceae
- GattungSarcoscypha
- Abteilung: Ascomycota
- Art: Sarcoscypha austriaca
- Autor: (Beck ex Sacc.) Boud. (1907)
- Deutscher Name: Österreichischer Kelchbecherling
- Lebensweise: saprotroph
- Speisewert: essbar