Übungsbereich: erstellt für die ungarische Anforderung für Pilzsachverständige mit 303 Arten. Keine offizielle Prüfung; die Anforderungen anderer Länder können abweichen.
Bearbeitet: 0 / 303 Kann ich: 0 Unsicher: 0 Wiederholung: 0
Flocken-Stäubling
Flocken-Stäubling Flocken-Stäubling Flocken-Stäubling Flocken-Stäubling Flocken-Stäubling

Flocken-Stäubling

Lycoperdon mammiforme

bedingt essbar Geschützt · 5 000 Ft
  • Lebensraum: Laubwald
  • Fruchtzeit: Juli – Oktober
  • Hut: kugelig flockig
  • Stiel: zylindrisch
  • Fruchtschicht: glatt

Beschreibung

Fruchtkörper: 3–5 cm breit, kugelig bis leicht birnenförmig, mit kurzem sterilem Stielteil. Jung weißlich und mit großen, flockigen, tafelig aufreißenden Hüllresten bedeckt; diese lösen sich später flockig ab. Reif ockergelb bis schokoladenbraun.

Fruchtschicht: Die Fruchtschicht liegt im Inneren des Fruchtkörpers in der Gleba. Bei Reife entsteht an der Spitze eine Öffnung, aus der die Sporen wolkenartig austreten.

Stiel: Kurz und zylindrisch; der sterile Teil bleibt lange weißlich.

Fleisch: Die Gleba ist jung fest und rein weiß, später gelblich-oliv und schließlich braun und pulverig. Nur junge Exemplare mit durchgehend weißem Inneren sind essbar.

Sporen: Sporenpulver braun; Sporen 3–4 µm im Durchmesser, kugelig und stachelig.

Vorkommen: Seltene Art in Laubwäldern, besonders auf kalkhaltigen Böden; von Juli bis Oktober.

Speisewert: Jung bei vollständig weißer Gleba essbar, aber als geschützte Art darf sie nicht gesammelt werden.

Verwechslung: Ähnelt anderen Stäublingen, unterscheidet sich jedoch durch die großen, tafelig-flockigen und ablösenden Hüllreste auf weißlichem Grund.

Bemerkung: Lycoperdon bedeutet sinngemäß Wolfspups und setzt sich aus den griechischen Wörtern 'lýkos' für Wolf und 'pérdomai' beziehungsweise 'pordḗ' für Blähung zusammen. Gemeint ist die beim Zusammendrücken austretende Sporenwolke. Mammiforme leitet sich von lateinisch 'mamma' für Brust oder Zitze und 'forma' für Gestalt ab und bezieht sich auf die rundliche, oft leicht warzige Form.

Artbeschreibung: Christiaan Hendrik Persoon beschrieb die Art 1801 als Lycoperdon mammiforme.

Systematik

  1. KlasseAgaricomycetes
  2. OrdnungAgaricales
  3. FamilieAgaricaceae
  4. GattungLycoperdon
  • Abteilung: Basidiomycota
  • Art: Lycoperdon mammiforme
  • Autor: Pers. (1801)
  • Deutscher Name: Flocken-Stäubling
  • Lebensweise: saprotroph
  • Speisewert: bedingt essbar
Wenn Ihnen die Inhalte gefallen haben, kann Ihre Spende zum Fortbestand der Website beitragen.
Nach oben