Seit meiner Kindheit liebe ich Pilze und bin seit langem auch Programmierer. Aus der Kombination dieser beiden Hobbys ist diese Website entstanden. Zuvor hatte ich zwei andere Pilzbestimmungsseiten, die ich verkauft habe. Ziel der aktuellen Website ist es, eine benutzerfreundliche Such- und Bestimmungsplattform zu schaffen, die sowohl im Wald als auch zu Hause gut funktioniert. Ich hoffe, sie bereitet vielen Menschen Freude.
Bartha László
Arten-Lernkarten
Grünender Pfeffer-Milchling
Lactifluus glaucescens
- Lebensraum: Laubwald
- Fruchtzeit: Juni – September
- Hut: gewölbt ausgebreitet eingedrückt wellig trocken glatt
- Stiel: zylindrisch verjüngend voll runzelig
- Fruchtschicht: dicht schmal herablaufend
Beschreibung
Hut: 4–12 cm breit, jung gewölbt, später ausgebreitet und in der Mitte oft eingedrückt. Der Rand bleibt lange eingerollt und wird später wellig. Oberfläche glatt und trocken, weißlich bis cremefarben, jung leicht gelblich, im Alter mit ockerbraunen Flecken.
Lamellen: Schmal, dicht stehend und etwas am Stiel herablaufend. Jung weiß, später cremefarben bis blass ocker; bei Verletzung gräulich-grün fleckend.
Stiel: 3–8 cm lang und 1–3 cm dick, zylindrisch, voll und zur Basis oft leicht verjüngend. Weißlich, manchmal blass ockerlich, fein runzelig bis samtig.
Fleisch: Weiß, fest, scharf und pfeffrig. Milch reichlich und weiß; beim Trocknen langsam grau- bis olivgrün werdend.
Sporen: Sporenpulver weiß. Sporen breit ellipsoid, fein warzig und teilweise mit verbindenden Linien, 6,5–9 × 5,5–6,5 µm groß.
Vorkommen: Mykorrhizapilz wärmeliebender Laubwälder, besonders bei Eichen und Buchen. Erscheint von Juni bis September und verträgt auch trockenere Zeiträume gut.
Speisewert: Bedingt essbar. Nur junge Fruchtkörper sind handelsüblich; vor der Zubereitung ist Abkochen mit Weggießen des Kochwassers erforderlich.
Verwechslung: Sehr ähnlich dem Pfeffer-Milchling, dessen Milch jedoch nicht grün wird. Der Wollige Milchling besitzt einen deutlich samtigeren Hut und Stiel sowie weniger dicht stehende Lamellen.
Bemerkung: Lactifluus geht auf lateinisch „lac”, Milch, zurück und bezieht sich auf den austretenden Milchsaft. glaucescens bedeutet blaugrün oder graugrün werdend und verweist auf die langsame Grünverfärbung der Milch.
Artbeschreibung: Charles Crossland beschrieb die Art 1900 als Lactarius glaucescens. Annemieke Verbeken stellte sie 2012 in die Gattung Lactifluus.
Systematik
- KlasseAgaricomycetes
- OrdnungRussulales
- FamilieRussulaceae
- GattungLactifluus
- Abteilung: Basidiomycota
- Art: Lactifluus glaucescens
- Autor: (Crossl.) Verbeken (2012)
- Deutscher Name: Grünender Pfeffer-Milchling
- Lebensweise: Mykorrhiza
- Speisewert: bedingt essbar