Seit meiner Kindheit liebe ich Pilze und bin seit langem auch Programmierer. Aus der Kombination dieser beiden Hobbys ist diese Website entstanden. Zuvor hatte ich zwei andere Pilzbestimmungsseiten, die ich verkauft habe. Ziel der aktuellen Website ist es, eine benutzerfreundliche Such- und Bestimmungsplattform zu schaffen, die sowohl im Wald als auch zu Hause gut funktioniert. Ich hoffe, sie bereitet vielen Menschen Freude.
Bartha László
Arten-Lernkarten
Blasser Schüppling
Pholiota squarrosoides
- Lebensraum: Laubwald
- Fruchtzeit: August – Oktober
- Hut: gewölbt ausgebreitet schuppig
- Stiel: zylindrisch schuppig
- Fruchtschicht: am Stiel angewachsen dicht stehend
Beschreibung
Hut: 3–10 cm breit, jung gewölbt, später ausgebreitet. Der Grund ist weißlich bis blass gelbbraun, mit hell ockerfarbenen, aufgerichteten oder zurückgebogenen, groben Schuppen; zur Mitte hin stehen die Schuppen meist dichter. Die Oberfläche zwischen den Schuppen kann bei feuchtem Wetter schmierig sein.
Lamellen: Dicht stehend und am Stiel angewachsen, jung weißlich bis blassgelb, später rostbraun reifend. Im Gegensatz zum Sparrigen Schüppling werden sie nicht grünlich.
Stiel: 5–14 cm lang und 0,5–1,5 cm dick, zylindrisch und zur Basis oft etwas verdickt. Wie der Hut gefärbt und schuppig; im oberen Teil mit einer gelblichen, wattigen und oft vergänglichen Ringzone.
Fleisch: Weißlich bis blassgelb, fest, im Stiel faseriger. Geruch und Geschmack unauffällig.
Sporen: Sporenpulver rostbraun; Sporen glatt, ellipsoid, ohne Keimporus, 4,5–6,5 × 2,5–3,5 µm groß.
Vorkommen: Saprotroph, gelegentlich schwacher Parasit, von August bis Oktober an Stämmen und Stümpfen toter Laubbäume oder an der Basis geschwächter lebender Bäume, meist in dichten Büscheln. Sehr selten.
Speisewert: Ungenießbar. Die Art ist in Ungarn geschützt; ihr Naturschutzwert beträgt 5 000 Ft und sie darf nicht gesammelt werden.
Verwechslung: Am ähnlichsten ist der Sparrige Schüppling. Der Blasse Schüppling hat einen helleren Hut, ist zwischen den Schuppen bei Nässe schmierig, seine Lamellen werden nicht grünlich und seine Sporen sind kleiner.
Bemerkung: Pholiota bedeutet schuppiges Ohr und bezieht sich auf die schuppenartigen Strukturen an Hut oder Stiel. Squarrosus beschreibt eine grob schuppige, struppige Oberfläche; die griechische Endung -oides bedeutet ähnlich und verweist auf die Ähnlichkeit mit Pholiota squarrosa.
Artbeschreibung: Zuerst 1878 von Charles Horton Peck beschrieben und 1887 von Pier Andrea Saccardo in die Gattung Pholiota gestellt.
Systematik
- KlasseAgaricomycetes
- OrdnungAgaricales
- FamilieStrophariaceae
- GattungPholiota
- Abteilung: Basidiomycota
- Art: Pholiota squarrosoides
- Synonym: Agaricus squarrosoides
- Autor: Charles Horton Peck und Pier Andrea Saccardo (1887)
- Deutscher Name: Blasser Schüppling
- Lebensweise: saprotroph, schwacher Parasit
- Speisewert: ungenießbar
- Schutzstatus: in Ungarn geschützt