Seit meiner Kindheit liebe ich Pilze und bin seit langem auch Programmierer. Aus der Kombination dieser beiden Hobbys ist diese Website entstanden. Zuvor hatte ich zwei andere Pilzbestimmungsseiten, die ich verkauft habe. Ziel der aktuellen Website ist es, eine benutzerfreundliche Such- und Bestimmungsplattform zu schaffen, die sowohl im Wald als auch zu Hause gut funktioniert. Ich hoffe, sie bereitet vielen Menschen Freude.
Bartha László
Arten-Lernkarten
Rillstieliger Seitling
Pleurotus cornucopiae
- Lebensraum: Laubwald
- Fruchtzeit: April – Juli
- Hut: halbseitig trichterförmig glatt
- Stiel: zylindrisch glatt
- Fruchtschicht: herablaufend dicht stehend
Beschreibung
Fruchtkörper: Meist büschelig und oft in dichten Gruppen wachsend. Der Hut ist 4–12 cm breit, zunächst gewölbt, später trichter- oder muschelförmig; der Rand bleibt lange eingerollt. Jung weißlich bis blass cremefarben, später gelblich bis ockerbräunlich; Oberfläche glatt.
Fruchtschicht: Die Lamellen sind weiß bis cremefarben, dicht stehend, laufen weit am Stiel herab und bilden dort durch Querverbindungen ein auffälliges Adernetz.
Stiel: 2–12 cm lang und 0,5–2 cm dick, weißlich, zylindrisch, meist seitlich oder leicht zentral angesetzt. Die Fruchtkörper eines Büschels entspringen oft einer gemeinsamen Stielbasis.
Fleisch: Weiß, jung weich und elastisch, später zäher. Der Geruch kann süßlich, anisartig und mehlig sein; Geschmack mild und mehlig.
Sporen: Sporenpulver weiß; Sporen lang ellipsoid, glatt, 8–12 × 3,5–5,5 µm groß.
Vorkommen: Saprotroph von April bis Juli an Stämmen, Stümpfen und stärkeren Ästen abgestorbener Laubbäume, meist büschelig wachsend. In Ungarn nicht häufig.
Speisewert: Essbar, der charakteristische süßliche Anisgeruch wird jedoch nicht von allen geschätzt.
Verwechslung: Ähnlich dem Austern-Seitling. Beim Rillstieligen Seitling laufen die Lamellen tiefer am Stiel herab und sind dort deutlich netzartig verbunden.
Bemerkung: Das Epitheton cornucopiae leitet sich von cornucopia, dem Füllhorn, ab und bezieht sich auf die trichter- oder hornartige Form der Fruchtkörper.
Artbeschreibung: Zuerst von Jean-Jacques Paulet beschrieben und 1910 von Léon Louis Rolland in die Gattung Pleurotus gestellt.
Systematik
- KlasseAgaricomycetes
- OrdnungAgaricales
- FamiliePleurotaceae
- GattungPleurotus
- Abteilung: Basidiomycota
- Art: Pleurotus cornucopiae
- Synonym: Pleurotus sapidus
- Autor: Jean-Jacques Paulet und Léon Louis Rolland (1910)
- Deutscher Name: Rillstieliger Seitling
- Lebensweise: saprotroph
- Speisewert: essbar