Seit meiner Kindheit liebe ich Pilze und bin seit langem auch Programmierer. Aus der Kombination dieser beiden Hobbys ist diese Website entstanden. Zuvor hatte ich zwei andere Pilzbestimmungsseiten, die ich verkauft habe. Ziel der aktuellen Website ist es, eine benutzerfreundliche Such- und Bestimmungsplattform zu schaffen, die sowohl im Wald als auch zu Hause gut funktioniert. Ich hoffe, sie bereitet vielen Menschen Freude.
Bartha László
Arten-Lernkarten
Kastanien-Röhrling
Gyroporus castaneus
- Lebensraum: Laub Nadel grasig
- Fruchtzeit: Juni – Oktober
- Hut: halbkugelig flach glatt samtig filzig
- Stiel: zylindrisch keulig hohl
- Fruchtschicht: aufsteigend eng
Beschreibung
Hut: 3-10 cm Durchmesser; im jungen Zustand halbkugelig, gewölbt, dann abflachend; rot-, rost- oder kastanienbraun, zum Rand hin oft heller; anfangs fein filzig, im Alter kahl werdend.
Röhrenschicht: Engporig, vor dem Stiel aufsteigend; weißlich-cremefarben, später gelblich.
Stiel: 5-12 cm lang, 1.5-2.5 cm dick; zylindrisch oder leicht keulig; Farbe und Oberfläche ähnlich dem Hut; mit übereinander angeordneten Hohlräumen im Inneren.
Fleisch: Im Stiel hart, spröde; weißlich, beim Schneiden unverändert; geruchlos, leicht nussiger Geschmack. Angenehmer Geruch, mit zunehmendem Alter leicht säuerlich.
Spore: Blass strohgelb; 6-8(13) x 4-5(6) µm; glatt, elliptisch, dünnwandig.
Vorkommen: Von Juni bis Oktober, in Laubwäldern, oft einzeln vorkommend, nicht sehr häufige Art. Kommt auch in Nadelwäldern und auf offenen Lichtungen vor.
Speisewert: Essbar, handelsüblich.
Verwechslung: Kann nicht mit einer giftigen Art verwechselt werden. Ähnlich dem essbaren Maronenröhrling. In Europa weit verbreitet.
Bemerkung: gyrophorus kommt vom lateinischen giro - herum (wie Gyroskop) und phorus - Pore, was kreisförmige Pore bedeutet. castaneus bedeutet Kastanie und bezieht sich auf seine Farbe, nicht auf seinen Lebensraum.
Artenbeschreibung: 1788 beschrieb der Franzose Jean Baptiste François Pierre Bulliard (1742-1792) ihn erstmals wissenschaftlich. Zuvor gehörte er zur Familie Paxillaceae, aufgrund von Forschungsergebnissen gehört er heute zur Familie Gyroporaceae. Die Sporenfarbe unterscheidet sich von der üblicher Röhrlingspilze. Der heute gültige Name wird Quélet aus dem Jahr 1886 zugeschrieben.
Systematik
- StammBasidiomycota
- KlasseAgaricomycetes
- OrdnungBoletales
- FamilieGyroporaceae
- GattungGyroporus
- Art: castaneus
- Beschrieben von: (Bull.) Quél.
- Ungarischer Name: gesztenyebarna tinóru
- Lebensweise: Mykorrhiza-bildend
- Speisewert: essbar